Die vierte Staffel der erfolgsverwöhnten ARD-Serie «Charité» ist auch bei der Nachfrage im Netz kein Hit gewesen. Zwar verzeichne die Mediathek bisher mehr als vier Millionen Abrufe von «Charité 4», heißt es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur aus der ARD-Programmdirektion in München. Die dritte Staffel habe aber zum gleichen Zeitpunkt nach der Veröffentlichung etwas mehr als das Doppelte erreicht. Bedeutet: «Nicht nur im TV, auch in der Mediathek verhielt sich das Publikum zurückhaltender.» Die sechs Folgen sind seit 5. April in der ARD-Mediathek zu finden.
Ob es eine fünfte Staffel des ARD-Aushängeschilds «Charité» rund um das weltbekannte Berliner Krankenhaus gibt, wird in den nächsten Wochen entschieden, wenn innerhalb des ARD-Apparats die Gemeinschaftsredaktion Hauptabendserie darüber beraten hat.
Die Fragen, die innerhalb der ARD derzeit diskutiert werden dürften: Ist das TV-Experiment nicht nur zur besten Sendezeit missglückt, sondern auch als Video-on-Demand mit der womöglich gewünschten sogenannten Netflixisierung der öffentlich-rechtlichen Mediathek gescheitert? Stellt man jetzt ein bislang sehr erfolgreiches Format sang- und klanglos ein?