Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) setzt auf die Erhöhung des Rundfunkbeitrags ab 2025 – andernfalls müsste der ARD-Sender deutlich mehr einsparen als ohnehin angedacht. MDR-Intendant Ralf Ludwig sagte im Gespräch mit Journalisten: «Ich werde mit den von der KEF empfohlenen 18,94 Euro in die Wirtschaftsplanung 2025 gehen. Sollte die Erhöhung nicht zum 1. Januar 2025 kommen, dann werden in der Folge in den Jahren 2026 bis 2028 unsere Einsparungen höher ausfallen müssen, um das entsprechend auszugleichen – ohne Wenn und Aber.»
Der öffentlich-rechtliche Sender plant ohnehin, in den nächsten vier Jahren jährlich 40 Millionen Euro - insgesamt 160 Millionen Euro - einzusparen.
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten - kurz KEF - ist ein unabhängiges Expertengremium, das den Bundesländern nach der Prüfung der Wirtschaftspläne von ARD, ZDF und Deutschlandradio die Höhe des Rundfunkbeitrags empfiehlt. Derzeit liegt der monatliche Betrag bei 18,36 Euro. Die KEF empfahl ab 2025 eine Erhöhung um 58 Cent auf 18,94 Euro. Den Rundfunkbeitrag zahlen Haushalte und Firmen. Die Gesamterträge lagen 2022 bei rund 8,57 Milliarden Euro. Auf den MDR, dessen Sendegebiet in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt liegt, entfielen davon gut 620 Millionen Euro.