Thüringen-App: 300.000 Euro Entwicklung, 37 Prozent an Thüringer Firmen
Bei der bisherigen Entwicklung der «Thüringen App» hat die Landesregierung auch auf Leistungen von Unternehmen aus dem Freistaat zurückgegriffen. Bislang seien für Konzeption und Entwicklung der App etwa 300.000 Euro ausgegeben worden, sagte ein Sprecher des Infrastrukturministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Davon seien etwa 37 Prozent an Thüringer Unternehmen gezahlt worden, weil diese Aufträge im Zusammenhang mit der App erhalten hätten. In Zukunft könnte dieser Anteil noch steigen. «Die Einbindung von Unternehmen der Digitalwirtschaft ist ein zentrales Anliegen des Projekts», sagte der Sprecher. In der «Thüringen App» sollen digitale Angebote der öffentlichen Verwaltung sowie landes- und regionalspezifische Inhalte gebündelt werden. So sollen Bürger zum Beispiel verschiedene Anträge an die Verwaltung von ihrem Smartphone aus stellen können. Die App soll den Zugang zu diesen Anträgen künftig schneller machen und vereinfachen. Nach den derzeitigen Plänen des Ministeriums soll die App für die Menschen im Land bis zum Ende des Jahres verfügbar sein. «Hinsichtlich der Entwicklung der App liegen wir im Zeitplan», sagte der Sprecher des Ministeriums. Bald werde eine Beta-Version der App fertig sein, die dann final getestet werde. Für die Entwicklung neuer Software ist die Beta-Phase entscheidend. Dabei wird fast fertige Software in einer realen Umgebung getestet - in der Hoffnung, dass dabei letzte Fehler, sogenannte Bugs, gefunden werden. Auch nach ihrer Veröffentlichung soll die App im nächsten Jahr weiterentwickelt werden. Es seien noch zusätzliche Entwicklungsstufen geplant, die Details würden gerade erarbeitet, hieß es aus dem Infrastrukturministerium. Bei dieser Weiterentwicklung könnten Unternehmen der Thüringer Digitalwirtschaft erneut von staatlichen Aufträgen profitieren. «Die Thüringen-App ist als langfristige Plattform angelegt, die gemeinsam weiterentwickelt wird», sagte der Sprecher des Ministeriums. «Im weiteren Verlauf sollen daher auch weiter gezielt Thüringer Unternehmen eingebunden werden, um deren Expertise in der Ausgestaltung sowie der organisatorischen und technischen Umsetzung einfließen zu lassen.» Der Branchenverein ITnet Thüringen hatte in der Vergangenheit gefordert, bei der Auftragsvergabe zur Entwicklung der «Thüringen App» die Unternehmen im Land besonders zu berücksichtigen. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenAntrag an Verwaltung per Smartphone
Weitere Stufen geplant