Der Zensus 2022 hat vielen Thüringer Städten und Gemeinden geringere Einwohnerzahlen attestiert als angenommen. Weil damit künftig auch weniger Geld in den Kassen landen könnte, wollen einige nun gegen die Zahlen vorgehen. Das Thüringer Landesamt für Statistik verzeichnet bislang 18 Kommunen, die Widersprüche eingelegt haben, teilte eine Sprecherin mit. Um welche Städte und Gemeinden es geht, teilte das Amt nicht mit. Weil die Frist noch laufe, könnten noch einige dazukommen.
So plant etwa die Stadt Suhl nach Angaben eines Sprechers Widerspruch gegen die Zahlen. Beim Zensus waren in der Stadt etwa 800 Einwohner und damit 2,1 Prozent weniger gezählt worden, als bislang von den Behörden angenommen. Wie genau der Widerspruch aussehen soll, werde derzeit geprüft.
Die Stadt Eisenach legte am Dienstag Widerspruch ein, wie Bürgermeister und Finanzdezernent Steffen Liebendörfer (CDU) mitteilte. Die Wartburgstadt hatte beim Zensus einen vergleichsweise deutlichen Bevölkerungsrückgang von rund 2.200 Menschen (-5,2 Prozent) zu verkraften.