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Glückliches Erfurt – Spitzenposition im Städteranking

Ein Wahrzeichen von Erfurt ist der Dom. (Archivbild)  / Foto: Martin Schutt/dpa
Ein Wahrzeichen von Erfurt ist der Dom. (Archivbild) / Foto: Martin Schutt/dpa

Erfurt landet im Vergleich unter 40 Großstädten beim Glücksatlas ganz oben. Was macht das Leben dort angenehm? Was ostdeutsche von westdeutschen Städten unterscheidet und wie sie abschneiden.

In Erfurt ist die allgemeine Lebenszufriedenheit der Menschen unter 40 deutschen Großstädten am höchsten. Das geht aus dem aktuellen «Glücksatlas» hervor, den die Universität Freiburg in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) erstellt hat. Die Thüringer Landeshauptstadt liegt in dem Großstadtranking auf Platz eins, gefolgt von Augsburg in Bayern und Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Schlusslicht ist Rostock. 

Erfurt sticht im Osten heraus

Erfurt sei das beste Beispiel einer ruhigen ostdeutschen Großstadt, schreiben die Autoren der Studie. «Die Mieten sind gering, die Umweltqualität hoch und die wirtschaftliche Lage ist im Städtevergleich sogar leicht überdurchschnittlich.» Erfurt hat rund 215.000 Einwohnerinnen und Einwohner, auf dem Glücksindex der Studie erreicht es einen Wert von 7,74. Schlusslicht Rostock kommt nur auf 5,8. Unter den anderen ostdeutschen Städten sticht Erfurt damit heraus, denn in dem Städtevergleich zählen die Einwohner ostdeutscher Großstädte zu den unglücklichsten. 

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) zeigte sich hocherfreut über das Ranking-Ergebnis und ordnete das Ergebnis aus seiner Sicht ein. «Erfurt vereint die Chancen einer Landeshauptstadt mit der Lebensqualität einer überschaubaren Stadt. Wir haben kurze Wege, viel Grün und eine hohe Lebensqualität im Alltag», äußerte er in einem Statement. «Als Landeshauptstadt bieten wir Kultur, Bildung und gute Arbeitsplätze, bleiben aber gleichzeitig persönlich und nahbar.» 

Die Stadt könne auch mit einer hervorragenden Verkehrsanbindung mit ICE-Knoten und Flughafen, starken Hochschulen, dem jüdisch-mittelalterlichen Erbe mit Unesco-Welterbestatus und einem vielfältigen kulturellen Angebot punkten.

Frankfurt und Wiesbaden im hinteren Feld

Die ostdeutschen Großstädter seien im Durchschnitt älter, lebtten häufiger allein und seltener im Wohneigentum. Auch die Arbeitslosenquoten seien noch höher als im Westen und das verfügbare Einkommen geringer. Berlin (Platz 35) und Dresden (Platz 31) liegen eher im hinteren Feld des Rankings. Allerdings sind mit Frankfurt (Platz 38) und Wiesbaden (Platz 39) auch zwei westdeutsche Städte noch weiter hinten. 

Für das Ranking wurden insgesamt 23.286 Menschen zwischen 16 und 84 Jahren vom Institut für Demoskopie Allensbach im Zeitraum von Januar 2023 bis April 2026 repräsentativ befragt. Die Befragten leben in den 40 größten Städten Deutschlands mit mehr als 200.000 Einwohnern.

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