Bei vielen Kindern und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien in Thüringen kommen finanzielle Hilfen für Freizeit und Bildung trotz Anspruchs offenbar nicht an. Nach einer Analyse der Bertelsmann Stiftung erhalten den monatlichen Betrag von 15 Euro zur sozialen und kulturellen Teilhabe lediglich 10,3 Prozent der berechtigten 6- bis unter 15-Jährigen in Thüringen. Bei den 15- bis unter 18-Jährigen sind es sogar nur 4,8 Prozent.
Damit liegt Thüringen unter dem Bundesschnitt. Bundesweit beziehen 18,3 Prozent der anspruchsberechtigten 6- bis unter 15-Jährigen und 12,1 Prozent der 15- bis unter 18-Jährigen den Teilhabebetrag. Regional gibt es demnach deutliche Unterschiede. In Schleswig-Holstein nimmt mit 59 Prozent mehr als jeder zweite Berechtigte zwischen 6 und unter 15 Jahren die Leistung in Anspruch. Schlusslicht bilden Hamburg und Rheinland-Pfalz mit 9 Prozent.