In rund 23.700 Fällen hat der Staat im vergangenen Jahr für Kinder von Alleinerziehenden in Thüringen Unterhaltsvorschuss gezahlt. Dabei ging es um eine Summe von etwa 86,18 Millionen Euro. Damit sanken die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr, wie aus Angaben des Sozialministeriums hervorgeht. 2025 wurden demnach in rund 24.500 Fällen circa 89,79 Millionen Euro gezahlt.
Den Unterhaltsvorschuss übernimmt der Staat für Kinder von Alleinerziehenden, wenn ein Partner seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt. Um zu sparen, plant Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU), den Vorschuss nicht mehr bis zum 18. Geburtstag eines betroffenen Kindes zu zahlen, sondern nur noch bis 16.
Diese Pläne stoßen auf viel Kritik. Die Thüringer Sozial- und Familienministerin Katharina Schenk hält die Kürzung für einen Fehler und spricht von einem falschen Signal zur falschen Zeit. Sie erwarte, dass die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern nach anderen Lösungen suche, um Familien zu stärken und sie nicht zusätzlich unter Druck zu setzen.