Mit einem bunten und lauten Protestzug hat die queere Szene in Jena den Christopher Street Day (CSD) gefeiert. Bei hochsommerlichen Temperaturen schlossen sich laut Polizei zu Beginn etwa 1.700 Menschen dem Protestzug an. Die Veranstalter sprachen von etwa 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Zwischenfälle gab es laut Polizei nicht.
Im Vorfeld hatten die Veranstalter auf über 5.000 Menschen gehofft. Die Hitze habe offenbar dafür gesorgt, dass Menschen zu Hause geblieben seien, sagte eine Sprecherin. «Außerdem wissen wir, dass viele Menschen nach Magdeburg oder Plauen gefahren sind, um dort die CSDs zu unterstützen.» In beiden Städten hatte sich rechter Gegenprotest angekündigt.
Der CSD stand unter dem Motto «Thüringen bleibt bunt!». Der Termin knapp eine Woche vor der Landtagswahl sei absichtlich gewählt worden, hieß es von den Veranstaltern. «Wir haben noch einmal ein buntes Zeichen gesetzt», so die Sprecherin. Auch Grünen-Bundeschefin Ricarda Lang reihte sich in den Demonstrationszug ein.