Den größten Triumph der Fußball-Nationalmannschaft der DDR verpassten wohl die meisten Bürger des Arbeiter- und Bauernstaats wegen der Zeitverschiebung. Gegen 5:35 Uhr Mitteleuropäischer Zeit ertönte in Montreal der Schlusspfiff des olympischen Fußball-Finales am 31. Juli 1976 - die DDR hatte durch einen 3:1-Erfolg über Polen die Goldmedaille des olympischen Turniers gewonnen - in Kanada kurz vor Mitternacht.
«Das 3:1 war unsterblich für unsere Nationalmannschaft. Es ist etwas, von dem man geträumt hat», sagte der Dresdner Dieter Riedel 50 Jahre nach dem Finalerfolg, «es ist wunderbar, Olympiasieger 1976 zu sein.»