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Demichelis vor Rückkehr nach München: "Voll konzentriert" auf RB Leipzig

Demichelis vor Rückkehr nach München: "Voll konzentriert" auf RB Leipzig
Einst bei den Bayern als Spieler, jetzt Trainer in Leipzig: Martín Demichelis. (Archivbild) / Foto: picture alliance / dpa
Der Trainer von RB Leipzig kehrt zurück an die Isar. Drei Monate in Sachsen haben ihn verändert. Auch seine Ansprache.

Für Martin Demichelis ist die Partie beim FC Bayern München am Samstag (18.30 Uhr/Sky) kein Spiel wie jedes andere, auch wenn es das für den Coach von Fußball-Bundesligist RB Leipzig gerne wäre. Zwölf Jahre an der Isar haben den Menschen Demichelis entscheidend mitgeprägt, sein erster Sohn ist in der bayerischen Landeshauptstadt geboren. Und die Allianz Arena sowie der Bayern-Campus, wo er als Spieler und Nachwuchstrainer erfolgreich war, sind irgendwie immer noch so etwas wie eine zweite Heimat.

Seine Pflichtspiel-Premiere in München als Trainer einer gegnerischen Mannschaft möchte «Micho» aber nicht auf seine Person heruntergebrochen sehen. «Es ist immer etwas Besonderes, nach München zurückzukommen. Die Menschen aber, die mich ganz genau kennen, wissen, ich bin voll und ganz bei RB Leipzig. Ich möchte nach München kommen, um erfolgreich zu sein. Selbstverständlich werde ich viele bekannte Gesichter sehen, aber ich bin voll konzentriert auf meinen Job», sagte der Argentinier.

Demichelis happy in Leipzig

Demichelis ist mittlerweile angekommen in Leipzig. Nach drei Monaten in Sachsen fühle er sich happy. «Ich bin stolz, kenne immer mehr Mitarbeiter im Verein, die Spieler, die Stadt. Ich habe eine Wohnung gefunden. Mir gefällt der Druck von den Medien, von den Fans und vom Verein», sagte Demichelis.

Er weiß inzwischen, mit der Mentalität des deutschen Ostens umzugehen, weiß, dass von ihm mehr erwartet wird als nur die Heimspiele zu gewinnen. Dass er nach den zwei Auswärtspleiten in Bremen und Leverkusen bereits unter besonders kritischer Beobachtung stand, stachelte den einst erfolgsverwöhnten 45-Jährigen zusätzlich an. Und er zeigte seine Führungsqualitäten und strategischen Fähigkeiten. Als die Mannschaft gegen Frankfurt (6:0) und in der Champions League gegen PSV Eindhoven (1:0) liefern musste, hatte er das richtige Händchen - sowohl personell als auch taktisch. Das System Demichelis wurde sichtbar und hatte Erfolg, auch wenn längst nicht alles rund lief.

Demichelis glaubt an sein System

Der RB-Coach hält an seinem Ansatz fest, seinen Spielern seine Vorstellungen so zu vermitteln, dass sie diese möglichst erfolgreich gegen jeden Gegner umsetzen - egal, ob dieser München, Madrid oder Mönchengladbach heißt. «Wir müssen versuchen, weniger Fehler zu machen als der Gegner. Wir müssen aggressiv gegen den Ball sein, wir müssen überzeugend sein. Mit den zwei Siegen haben wir einen Schritt nach vorn gemacht in unserer Stimmung, in unserer Idee, in unseren Prinzipien. Das reicht wenigstens, um überzeugt nach München zu fahren», sagte der Leipziger Trainer, der zuvor zumindest öffentlich noch nie so selbstbewusst aufgetreten war.

Was er damit bei seinen Kickern erreicht, wird man sehen. Demichelis lässt auch in München sein Spiel spielen. Mit dem Wissen, dass das auch Risiken birgt. Aber genau so, wie er das Risiko auf sich genommen hat, nach einer unter Vorgänger Ole Werner erfolgreichen RB-Saison nach Leipzig zu kommen, sucht er das Risiko auch im Spiel. «Es ist das beste Gefühl im Sport, Druck zu haben. Vom Druck muss man positive Dinge übernehmen, um mit höherer Professionalität das Beste daraus zu machen.»

Kompany mit viel Respekt

Sein bayerischer Trainerkollege Vincent Kompany traut ihm jedenfalls viel zu. «Er hat den Titel in Argentinien gewonnen. Das ist nicht einfach. Ich habe auch die Spiele von Mallorca gesehen, rund um unsere Spiele gegen Real haben sie Madrid geschlagen. Die Substanz war gut. Leipzig ist eine stabile Mannschaft, ein stabiler Verein, wenn du da konstant arbeitest, wirst du irgendwann den Durchbruch auch in Europa schaffen.»

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