Die anstehende Fußball-EM ist für die Polizei in Sachsen und speziell in Leipzig eine Mammutaufgabe. «Die EM findet in einer Zeit der Krisen statt und stellt damit uns als Polizei vor eine große Herausforderung, ganz anders als noch zur Weltmeisterschaft 2006», sagte Leipzigs Polizeisprecher Olaf Hoppe der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Zwischenzeitliche Terroranschläge in verschiedenen europäischen Ländern hätten die Gesellschaft beeinflusst und die Aufgabenbreite und – intensität der Polizei deutlich erhöht.
Unterstützung erhalten die Leipziger Beamten von allen Dienststellen der sächsischen Polizei insbesondere der Bereitschaftspolizei, hieß es weiter. Zudem sei über das sächsische Innenministerium auch Unterstützung anderer Polizeien der Länder angefordert worden. Man habe sich mit Übungen auf verschiedene Szenarien vorbereitet, betonte Hoppe.
Zusammenarbeit mit tschechischer Polizei am ersten Leipzig-Spieltag
Am ersten Spieltag in Leipzig am 18. Juni bei der Partie Portugal gegen Tschechien wird es eine gemischte Einheit aus tschechischen und sächsischen Polizisten geben. Zudem werden Hubschrauber und - zur Abwehr einer möglichen Gefahr von unbemannten Luftsystemen - die Drohnenabwehr der Polizei präsent sein. Außerdem sei man mit der Bundespolizeiinspektion Leipzig, der Brandschutzdirektion und der Stadt Leipzig im stetigen Austausch, betonte Hoppe.