Langläuferin Victoria Carl ist nach einem positiven Dopingtest für insgesamt 18 Monate gesperrt worden. Das teilte die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) mit. Die 30-Jährige war bei einer Kontrolle außerhalb des Weltcups im Frühjahr 2025 positiv auf die verbotene Substanz Clenbuterol getestet worden. Das Medikament wird in erster Linie zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma eingesetzt.
Einspruch beim Sportgerichtshof möglich
Die Sperre dauert nach Nada-Angaben bis zum 25. November 2026, weil die im Mai 2025 erfolgte vorläufige Suspendierung angerechnet wird. Carl verpasste deshalb auch die Olympischen Winterspiele in Italien, könnte mit diesem Urteil aber zur WM-Saison 2026/27 wieder dabei sein.
Sowohl Carl als auch der Weltverband Fis und die Welt Anti-Doping Agentur können gegen das Urteil beim internationalen Sportgerichtshof Cas Einspruch einlegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
«Wir nehmen den Schiedsspruch zur Kenntnis und bewerten ihn als nachvollziehbar und insgesamt ausgewogen», sagte Stefan Schwarzbach, Vorstandsmitglied des Deutschen Skiverbands (DSV). «Positiv ist insbesondere die Feststellung eines nicht signifikanten Verschuldens und die damit verbundene Reduzierung der Sperre.»