Mit seinem bevorstehenden nachträglichen Olympiasieg von 2014 kann sich Ex-Biathlet Erik Lesser bislang nicht so richtig anfreunden. «Es ist eine Sache, die extrem schwer zu greifen ist. Die Rivalität zwischen den Staffeln wurde damals nicht live in eine Goldmedaille gemünzt. Ich hoffe, dass ich es irgendwann so richtig greifen kann, Olympiasieger zu sein», sagte der 36-Jährige bei «Sport im Osten» des MDR. Silber und Bronze hat der Suhler bereits in seiner olympischen Medaillensammlung.
Nachzahlung der Prämie winkt
Außerdem dürfte sich ein später Olympiasieg auch finanziell etwas lohnen. Von der Deutschen Sporthilfe gäbe es 5.000 Euro mehr als für Silber. Die Entscheidung obliegt dann dem Gutachterausschuss der Sporthilfe. Dieser wird sich nach dpa-Informationen auf einer der nächsten Sitzungen mit dem Vorgang befassen. In vergleichbaren Fällen war bisher die Differenz ausbezahlt worden
Auf seine privaten Sponsoren möchte Lesser nicht noch einmal zugehen. «Da sind mir sicher ein paar Tausend Euro durch die Lappen gegangen», sagte der Thüringen. «Aber die jetzt nachzufordern, da werde ich die Finger von lassen. Das wäre nicht fair den Firmen gegenüber.» Er wünsche sich nur, dass bald ein Schlussstrich unter die Sache gezogen werde.
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten