Wegen eines angeblichen Rassismus-Vorfalls beim Regionalligaspiel des FSV Zwickau beim 1. FC Lok Leipzig hat der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das bestätigte NOFV-Geschäftsführer Till Dahlitz am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. «Unser Sicherheitsbeobachter war vor Ort, hat es zu dem Zeitpunkt aber nicht ganz mitbekommen. Er wurde aber von den Zwickauer Verantwortlichen informiert und wird das Bildmaterial in Kürze auswerten», sagte Dahlitz.
Der Zwickauer Spieler Lloyd-Addo Kuffour soll beim Spiel der Westsachsen in der Regionalliga Nordost bei Lok Leipzig rassistisch beschimpft worden sein. «Ich bin auf dem Fußballfeld bisher zweimal in meinem Leben beleidigt worden, und das war jedes Mal gegen Lok. Ich habe schon geahnt, dass es heute wieder passiert», sagte der 21 Jahre alte Kuffour, der ghanaische Wurzeln hat, der «Freien Presse» (Dienstag). Die Zwickauer erstatteten nach dem Spiel am Sonntag Anzeige beim NOFV.
Linksverteidiger Kuffour, der in seiner Jugend auch in der U16 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) spielte, war erst vor dieser Saison von Rot-Weiss Ahlen an die Mulde gewechselt. Nach Angaben des FSV seien die Zwickauer beim Gang in die Kabine nach dem Aufwärmen von der Haupttribüne aus mit antisemitischen und rassistischen Äußerungen beschimpft worden.