Die Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig haben im Ostduell ihren ersten Pflichtspielsieg seit zehn Jahren gegen den ThSV Eisenach leichtfertig aus der Hand gegeben. Das Team von Trainer Frank Carstens verspielte in der Schlussphase eine Drei-Tore-Führung und musste sich mit einem 29:29 (15:13) begnügen.
Während die Leipziger mit 10:40 Punkten weiter auf einem Abstiegsplatz rangieren, holten die Eisenacher (18:34) im 13. Auswärtsspiel in dieser Saison ihren ersten Punkt. «Ich bin stolz auf die Jungs, sie haben den Kopf oben behalten und sich durchgekämpft», sagte ThSV-Trainer Sebastian Hinze bei Dyn. Leipzigs Torwart Domenico Ebner haderte dagegen: «Wir sind sehr unzufrieden. Uns fehlt die Cleverness. Wir bringen es einfach nicht über die Ziellinie.»
Nationalspieler Semper verlängert ligaunabhängig
So hatten die Leipziger Fans nur kurz vor dem Anpfiff Grund zum Jubeln, als bekannt wurde, dass Nationalspieler Franz Semper seine Zukunft geklärt hat. Der 28-Jährige hat seinen Vertrag ligaunabhängig bis 2030 verlängert und würde somit auch im Falle eines Abstiegs den Sachsen erhalten bleiben.
Semper - mit insgesamt acht Toren bester DHfK-Werfer - begann im Ostderby furios und nutzte die Lücken im Eisenacher Deckungszentrum konsequent aus. Schon nach neun Minuten stand er bei vier Toren. Eisenach ging das hohe Tempo zunächst mit, leistete sich ab Mitte der ersten Halbzeit aber vermehrt technische Fehler. Die Gastgeber zogen auf 14:10 (21. Minute) davon, verloren dann aber offensiv den Faden und ließen die Thüringer bis zur Pause wieder näher herankommen.
Eisenach vergibt Siegchance noch
Auch nach dem Wechsel hatten die Leipziger Mühe, zurück ins Tempospiel zu finden. Ebner, der nach der Pause den glücklosen Tomas Mrkva im Tor ersetzt hatte, verhinderte jedoch zunächst mit starken Paraden, dass die Partie kippte. Eisenach blieb aber griffiger und glich in der 50. Minute zum 22:22 aus. Angeführt von Routinier Dean Bombac setzten sich die Leipziger noch einmal auf 29:26 (57.) ab, doch auch dieses Polster reichte nicht. Eisenach egalisierte erneut und hatte mit dem letzten Angriff sogar noch die Chance zum Sieg.
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