Ein aus Asien nach Deutschland eingeschleppter Schmetterling breitet sich in Thüringen in zunehmend größeren Landstrichen aus - zum Ärger von Gartenfreunden. Der Buchsbaumzünsler sei in der Region entlang der Autobahn 4 inzwischen flächendeckend verbreitet, sagte Kristin Schüffler, Expertin für Pflanzenschutz im Gartenbau beim Landesamt für Landwirtschaft und ländlichen Raum, der Deutschen Presse-Agentur. Die grün-schwarzen Raupen des Falters befallen Buchsbaumhecken, fressen deren Blätter und Zweigrinden ab.
Der Falter mit weißen, braun geränderten Flügeln legt seine Eier gezielt an Buchsbäumen ab. Dort verpuppen sich die Raupen auch, bevor sich aus den Puppen eine neue Schmetterlingsgeneration entwickelt. Pro Jahr sind der Expertin zufolge bis zu drei Generationen möglich. Dass sich die Raupen in Buchsbäumen eingenistet haben, ist an feinen Gespinsten im Geäst, winzigen Kotkrümeln und abgestorbenen Ästen erkennbar. Für den Menschen sind die Raupen Schüffler zufolge nicht gefährlich.