Sie ist in ganz Europa heimisch, wurde jüngst zum Baum des Jahres 2026 gekürt - in Thüringen aber macht sie sich rar: Auf weniger als ein Prozent schätzt Thüringenforst den Anteil an Zitterpappeln unter den hiesigen Baumarten. Kein Vergleich zur in Thüringen weit verbreiteten Fichte.
Als Grund dafür, dass sie so selten im waldreichen Thüringen vertreten ist, verweist die Landesforstanstalt auf die enge ökologische Nische der Zitterpappel: Zwar gelte sie als robuste Baumart. Als Pionierbaumart siedle sie sich – ähnlich der Birke und Weide – aber mit als erste auf waldfreien Flächen an. So sei die auch Espe (Populus tremula) genannte Art etwa auch auf Rohböden und Waldbrandflächen oder Sturmflächen anzutreffen. Aber auch entlang von Flussläufen und in Auwäldern sei die Zitterpappel zu finden.