Dem Fluss Gera soll nördlich von Erfurt mehr Raum gegeben werden, um mehrere Orte besser vor Hochwasser zu schützen. In der Geraaue bei Walschleben (Kreis Sömmerda) wurde am Mittwoch damit begonnen, den bestehenden Deich zurückzusetzen, wie das Umweltministerium mitteilte. Durch die Rückverlegung des Deichs auf einer Strecke von zwölf Kilometern würden 840 Hektar potenzielle Überflutungsfläche gewonnen. Die Kosten des Projekts bezifferte das Ministerium auf etwa 68 Millionen Euro - davon würde etwa 60 Prozent der Bund übernehmen, die restlichen rund 40 Prozent trage das Land. Das Gera-Projekt gehört laut Ministerium zu den bundesweit drei größten Deichrückverlegungs-Vorhaben und ist Bestandteil des nationalen Hochwasserschutzprogramms des Bundes.
Es geht nach Angaben von Thüringens Umweltminister Bernhard Stengele (Grüne) um Hochwasserschutz für die Orte Elxleben, Walschleben, Ringleben, Andisleben und Gebesee im Kreis Sömmerda. Landwirte, die Agrarfläche in den möglichen Überflutungsgebieten hätten, seien abgesichert.