In den Sommermonaten sind sie wieder aktiv: die Herbstgrasmilben. Auch in Thüringen sind die kleinen Spinnentiere beheimatet. Wie verbreitet sie im Freistaat sind, wird jedoch nicht erfasst, wie es vom Thüringer Landesamt für Umwelt heißt. Deswegen könne die Behörde keine Aussagen über eine mögliche Veränderung des Vorkommens machen. Generell sei die Herbstgrasmilbe jedoch etabliert in Thüringen.
Herbstgrasmilben (Neotrombicula autumnalis), auch Erntemilben oder Herbstmilben genannt, gehören zur Gattung der Spinnentiere - sie sind also keine Insekten. Sie können etwa auf Wiesen, Parks, Gärten oder anderen Grünflachen vorkommen, wie Alex Christian, ehemaliger wissenschaftlicher Leiter der Sektion Arachnida am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und nun ehrenamtlicher Mitarbeiter der Einrichtung, erklärte.
Als Larven sind Herbstgrasmilben parasitisch, das heißt, sie suchen nach einem geeigneten Wirt. Das seien vor allem kleinere Säugetiere, könnten aber auch Menschen sein, so der Zoologe. Auf diese gehen sie über und beißen sie. An den betroffenen Hautstellen entstehen dann rote Quaddeln, gepaart mit einem starken Juckreiz. Anders als manche Mückenarten oder Zecken übertragen sie jedoch keine Krankheiten.