Problemwölfe gibt es derzeit nicht in Thüringen. Tiere, die immer wieder Maßnahmen zum Schutz von Herden überwinden, seien aktuell im Freistaat nicht bekannt, teilte das Umweltministerium in Erfurt auf dpa-Anfrage mit. Allerdings gab es auch in diesem Jahr einige Fälle, bei denen ein oder maximal zwei Weidetiere von Wölfen angegriffen und verletzt oder gerissen wurden.
In Thüringen leben nach Angaben von Fachleuten etwa 30 standorttreue Wölfe in derzeit sieben Territorien. Diese liegen vor allem in Südthüringen, aber auch im Südharz sowie bei Altenburg in Ostthüringen. Der Freistaat gehört damit im Vergleich zu Sachsen, Brandenburg oder Niedersachsen zu den Bundesländern mit einem geringen Bestand der geschützten Wölfe. Weidetierhalter erhalten Fördermittel für Schutzvorkehrungen für ihre Herden und eine Entschädigung für gerissene Nutztiere.
Auf Drängen mehrerer Bundesländer, dazu gehörte auch Thüringen, wurde der Wolf mit Beschluss von Bundestag und Bundesrat ins Jagdrecht aufgenommen. Die Regelung gilt seit 2. April.