Der Thüringer Wald wird für seine Rolle bei Klimaschutz und Artenvielfalt langfristig fit gemacht. In einem Naturschutzgroßprojekt sollen dafür in den nächsten zehn Jahren Bäche renaturiert, trockene Moore wieder vernässt und Bergwiesen erhalten und gepflegt werden. Dafür stellen Bund, Land und die Naturstiftung David insgesamt rund 10,4 Millionen Euro zur Verfügung, wie das Thüringer Umweltministerium zum Projektstart mitteilte. Es geht dabei um eine Fläche von insgesamt 6.100 Hektar.
Vorgesehen ist etwa, an 42 Mooren die Entwässerung zu beenden oder Wasserstände anzuheben, um deren natürliche Speicherfunktion wieder herzustellen. Intakte Moore spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz. Sie binden Kohlenstoff. Werden sie trockengelegt, geben sie durch die Verbindung von Kohlenstoff und Sauerstoff klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) frei. Im Unesco-Biosphärenreservat Thüringer Wald gibt es 73 Moore, überwiegend in den höheren Lagen.