Deutschland ächzt unter anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen. Besonders deutlich zeigen sich die Folgen an den teils mehr als 300 Jahre alten Baumbeständen in den historischen Parkanlagen Thüringens - etwa in den zwölf Gartendenkmalen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die rund 360 Hektar umfassen. Alte und markante Bäume prägten diese Anlagen seit jeher und würden deshalb besonders engmaschig beobachtet, erklärte Stiftungssprecher Franz Nagel.
«Extreme Winter und Sommer, auch Hochwasser und Stürme hat es immer gegeben.» Jedoch seien die Häufigkeit, die Dauer und die Intensität der Extreme eine Entwicklung der vergangenen Jahre, ordnete Nagel ein. «Seit 2018 sind jährlich etwa dreimal so viele Baumverluste zu beklagen wie im Zeitraum davor.»
Auch die Ausgaben für Baumpflegearbeiten seien mittlerweile fast viermal so hoch wie die jährlichen Aufwendungen bis 2018. Im vergangenen Jahr habe diese Aufgabe rund 700.000 Euro gekostet.