In Thüringens Wäldern haben die Bäume in diesem Jahr bisher selten unter starker Trockenheit gelitten. Das Frühjahr war mit viel Regen waldfreundlich, wie der Sprecher von Thüringenforst, Horst Sproßmann, erklärte. Der Mai war demnach sehr niederschlagsreich - es regnete 46 Prozent mehr als im langjährigen Mittel.
Deswegen sei das Bodenwasser zu Beginn des Frühsommers noch gut gefüllt gewesen. Diese Vorräte seien durch die heißen Tage etwas abgesenkt worden. Jedoch gebe es derzeit keine «flächige Stresssituation für die Wälder in Thüringen», sagte Sproßmann. Trockenphasen, die länger als vier Wochen dauern, setzen ihm zufolge die Bäume unter Stress. Dass es nun immer mal wieder Niederschläge gebe, helfe den Wäldern.
An 15 Messstationen wird in den Thüringer Wäldern die Bodenfeuchte überprüft. Derzeit gebe es teils geringe Reserven, jedoch sei nirgends ein Wasserspeicher gänzlich geleert, erklärte Sproßmann.