Ihre Länge beläuft sich inzwischen auf deutlich mehr als 50 Kilometer und ist in den vergangenen Jahren gewachsen: Amphibienschutzzäune, die vom Land Thüringen gefördert werden. In diesem Jahr wurde nach Angaben des Thüringer Umweltministeriums so viel Geld für Amphibienschutzzäune ausgegeben, wie noch nie in der jüngeren Vergangenheit. Insgesamt seien für das Jahr 2026 etwa 114.000 Euro für Amphibienschutzzäune bewilligt worden, schreibt das Ministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Umweltpolitikerin Nadine Hoffmann. Die so geförderten Anlagen befänden sich überwiegend an Land- und Ortsverbindungsstraßen.
Wanderung nach dem Winter
Kröten und ähnliche Tiere wandern vor allem nach dem Winter zu ihren Laichgewässern – also dann, wenn es draußen nass und feucht ist. Mit dem sich nun abzeichnenden Beginn von langanhaltendem, sommerlichem Wetter endet die jüngste Wanderungszeit für die Amphibien.
Nach Einschätzung des Naturschutzverbandes Nabu ist der Schutz von Amphibien in den vergangenen Jahren aber nicht ohne Schattenseiten geblieben. «Amphibienschutz ist zu einem Geschäft geworden, an dem einige Herstellerfirmen prächtig verdienen», schreibt der Verband auf einer Informationsseite zu dem Thema. Nicht immer würden die auf dem Markt befindlichen Fertigteile den Anforderungen an solche Anlagen entsprechen.
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