Mit der nahenden Wintersaison hat die Bergwacht in Thüringen besonders die Wanderwege im Blick. «Es ist schon bemerkbar, dass weniger Schnee fällt und wir weniger Skiunfälle haben», sagte Daniel Fritzsche vom Deutschen Roten Kreuz in Thüringen. Die Menschen gingen aber trotzdem in die Natur und damit steige die Zahl der Wanderunfälle. Die Wanderwege in den Wäldern seien oft stark vereist. «In Kammlagen des Thüringer Waldes ist das teils eine zentimeterdicke Eisschicht», warnte Fritzsche.
Generell verzeichnet die Bergwacht in Thüringen steigende Einsatzzahlen. «Wir merken, dass mehr Touristen im Thüringer Wald sind und auch mehr Veranstaltungen durchgeführt werden», so Fritzsche. Im Sommer 2024 seien 455 Einsätze registriert worden, im Sommer 2023 seien es nur 373 gewesen. In 94 Fällen hätten in diesem Sommer Menschen an den Rettungsdienst übergeben werden müssen, im Vorjahr seien es 70 gewesen.
«Die Bergwacht hatte mehr Arbeit, auch mit schwer verletzten Patienten», sagte Fritzsche. Der Anstieg beruhe zum einen auf mehr Einsätzen bei Sportveranstaltungen wie etwa dem Rennsteiglauf, Sommerbiathlon oder Mountainbike-Events, wo die Bergwacht Sanitätsdienste mache. Dort sei die Zahl der Einsätze von 113 auf 210 gestiegen.