Feuerwehren besonders häufig wegen Großbränden alarmiert
Großbrände haben die Feuerwehren in Thüringen im vergangenen Jahr besonders gefordert. Die Zahl solcher Einsätze stieg im Vergleich zum Vorjahr stark an: von 154 auf 225. Das geht aus dem Brand- und Katastrophenschutzbericht hervor, den Innenminister Georg Maier (SPD) in Mühlhausen vorstellte. Zurück ging dagegen die Gesamtzahl der Einsätze von 36.442 auf 35.900. «Ich möchte meinen Respekt zollen, dafür, dass man seine persönliche Gesundheit teilweise aufs Spiel setzt, um anderen zu helfen», betonte Maier mit Blick auf den Einsatz der zum Großteil ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Land. Insgesamt häufiger mussten die Feuerwehrleute wegen Bränden ausrücken. Die Zahl dieser Einsätze stieg um 9,6 Prozent auf 5.349. Deutlich öfter waren die Feuerwehren mit Vegetationsbränden konfrontiert: 868 Mal ging es dabei um Feuer etwa auf Gras- und Ackerflächen (2024: 583). In 433 Fällen (2024: 310) wurde wegen Wald- und Baumbränden Alarm geschlagen. Maier führte die Zunahme etwa auf den Klimawandel mit besonders trockenen und heißen Sommern zurück. Vegetationsbrände könnten allein bereits aufgrund ihrer schieren Ausdehnung herausfordernd sein. Er verwies auf die Saalfelder Höhe. Dort war es im vergangenen Jahr zum größten Waldbrand in Thüringen seit Beginn der aktuellen Waldbrandstatistik gekommen. Fast zwei Wochen waren Feuerwehrleute mit der Brandbekämpfung beschäftigt. «Erfreulich ist, dass wir weniger Fehlalarmierungen zu verzeichnen haben», sagte Maier. Die Zahl sank demnach erstmals seit 2021 wieder – und zwar von 6.519 im Jahr 2024 auf 6.080 im vergangenen Jahr. Vor allem ging die Zahl der Fälle zurück, in denen Menschen absichtlich Notlagen vortäuschten und unnötige Einsätze provozierten: auf 150 nach 292 im Jahr 2024. 4.080 Mal rückten die Kameradinnen und Kameraden aus, etwa um Vermisste zu suchen oder Menschen aus Aufzügen und anderen Notlagen zu retten. Im Jahr zuvor waren es 3.969 Mal gewesen. Daneben zählten die Feuerwehren 24.471 Hilfeleistungseinsätze, bei denen sie vor allem den Rettungsdienst unterstützten. Rund 32.700 Menschen waren ehrenamtlich in der Feuerwehr aktiv. Die Zahl der Hauptamtlichen stieg von 1.088 auf 1.198. Für den Bevölkerungsschutz gab das Land im vergangenen Jahr insgesamt 50,3 Millionen Euro aus. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenSeltener falscher Alarm
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