Wo früher bei Saalfeld Wald war, stehen nur noch verkohlte Stämme: Der großflächige Waldbrand auf der Saalfelder Höhe im Südosten Thüringens ist bis zum Abend noch nicht unter Kontrolle gebracht worden. «Die Lage ist weiter ernst», sagte der Sprecher des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt, Peter Lahann. Ortschaften im Umfeld des Feuers seien nicht in Gefahr. Die Fläche des Brandes habe sich zuletzt nicht ausgeweitet, sie liege weiterhin bei etwa 250 Hektar.
Einige der Brandherde seien eingedämmt worden, an anderen Stellen breiteten sie sich aus. Wegen des Großbrandes war der Katastrophenfall ausgerufen worden.
Das Feuer bewege sich insbesondere in Richtung Königsthal nördlich von Gösselsdorf, so Lahann. Die Lage sei sehr dynamisch und könne sich schnell verändern, abhängig auch vom Wind. Am Abend sei erneut ein Hubschrauber der Thüringer Polizei bei Löscharbeiten aus der Luft zum Einsatz gekommen.
Der kleine Ortsteil Gösselsdorf von Saalfeld war am Mittwoch Ausgangspunkt des Feuers gewesen, das sich einem Experten zufolge zum größten erfassten Waldbrand in Thüringen seit 1993 entwickelte.