Dass der Tod einer 16-Jährigen am Bahnhof Friedland mutmaßlich durch einen Stoß gegen einen Zug verursacht wurde, kommt für ihr Umfeld nicht überraschend. «Das war immer ein vorsichtiges Mädchen», sagte Markus Janitzki (CDU), der Deutschen Presse-Agentur. Er ist Bürgermeister der Gemeinde Geisleden in Thüringen, wo die Familie zeitweise gewohnt hatte. Die Eltern hätten früh vermutet, dass es kein Unfall gewesen sein könne. «Die Empörung und die Wut ist jetzt natürlich sehr groß.»
Das Mädchen war am 11. August gestorben. Zunächst war die Polizei von einem Unglück ausgegangen. Am Freitag wurde aber bekannt, dass ein 31-jähriger Iraker verdächtigt wird, die Jugendliche gegen einen Güterzug gestoßen zu haben. Es seien DNA-Spuren des Mannes an der Schulter des Opfers gefunden worden, hieß es von der Staatsanwaltschaft Göttingen. Der Mann sei per Unterbringungsbefehl in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden.