Die Strukturreform bei den Rettungsleitstellen in Thüringen ist aus Sicht der Techniker Krankenkasse (TK) gescheitert. «Wir haben in Thüringen noch immer 12 Leitstellen, aber eigentlich reichen zwei aus», sagte Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung, der Deutschen Presse-Agentur. Außer der Bildung des Leitstellenverbundes Ostthüringen sei wenig passiert. Die Absicht des Innenministeriums, die Kommunen auf freiwilliger Basis zu Zusammenschlüssen von Leitstellen zu bewegen, habe sich in der «Landräterepublik» Thüringen als politisch nicht durchsetzbar erwiesen.
Rettungsleitstellen nehmen unter der Nummer 112 abgesetzte Notrufe entgegen und koordinieren Rettungseinsätze. Seit Jahren arbeitet das Innenministerium daran, die Zahl der Leitstellen zu reduzieren. Hintergrund sind erforderliche Investitionen in digitale Technik, höhere fachliche Anforderungen an das Personal und zunehmender Kostendruck bei Rettungseinsätzen.