Weimar/Berlin/Kopenhagen - Mit Blick auf den Brand der Kopenhagener Börse werden Forderungen nach besserer Unterstützung zum Schutz von Kulturgut in Deutschland laut. «Wir versuchen seit vielen Jahren das Thema auf Bundesebene voranzubringen», sagte Almut Siegel am Dienstag. Sie ist mit Alke Dohrmann Projektleiterin für das Gemeinsame Portal der Notfallverbünde Kulturgutschutz in Deutschland und verantwortet den SicherheitsLeitfaden Kulturgut (SiLK).
«Das Thema Kulturgutschutz ist bisher aufgrund der föderalen Struktur und der Kulturhoheit der Länder nicht stark auf Bundesebene verankert», sagte Siegel der Deutschen Presse-Agentur. Nötig sei aber ein gemeinsames fachliches Dach. Es brauche Geld und Kapazitäten, um eine Struktur für Grundsatzarbeit zu schaffen.
Mit Blick auf die Ereignisse in Kopenhagen sagte Siegel: «Das verursacht allen, die für Kulturgut verantwortlich sind, einen großen Schreck und es ist ein schlimmer Moment, zu sehen, dass trotz aller Bemühen so etwas passieren kann.» Wichtig sei zu klären, wie es zu dem Feuer kam und entsprechend Lehren daraus zu ziehen.