Die Thüringer Landeshauptstadt erhebt angesichts der drückenden Hitze keinen Eintritt für die städtischen Museen. «Mit Blick auf das jetzige Hitzewochenende hat die Stadt Erfurt kurzfristig beschlossen, die Türen der Häuser kostenfrei zu öffnen», erklärte Kulturdirektor Christian Horn. Die Regelung gelte ab einer Temperatur von 30 Grad und mehr.
Museen seien mehr als Orte der Kunst, Geschichte oder Naturkunde. An heißen Tagen seien sie auch klimatisierte Rückzugsräume, die Schutz vor gefährlicher Hitze böten, hieß es. So könnten Menschen der extremen Hitze entkommen und gleichzeitig die Ausstellungen in den Häusern erkunden. Alle Museen böten neben klimatisierten Ausstellungsräumen Sitzgelegenheiten und Ruhezonen.
Vielfältige Ausstellungen in Erfurt
Der freie Eintritt gilt bei den hohen Temperaturen den Angaben nach für das Angermuseum, die Kunsthalle, das Schlossmuseum Molsdorf, das Stadtmuseum «Haus zum Stockfisch» und das Naturkundemuseum. Auch die Alte Synagoge, das Museum für Thüringer Volkskunde, die Galerie Waidspeicher und der Erinnerungsort Topf & Söhne seien in das Angebot einbezogen.
Die Regelung gilt künftig für alle Tage, an denen der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Erfurt eine Tageshöchsttemperatur von 30 Grad Celsius oder mehr prognostiziert. Nach den derzeitigen Wetterprognosen gilt das Angebot zunächst mindestens bis Sonntag.
Ähnliche Modelle gibt es bereits in anderen Städten. So gewähren den Angaben zufolge etwa Aachen und Deggendorf bei Temperaturen ab 30 Grad freien Eintritt in Museen. In Basel öffnet das Kunstmuseum bei extremer Hitze seine klimatisierten Räume kostenfrei für ältere Menschen.
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