Mit Blick auf Sommerhitze und andere extreme Wetterlagen wie Glatteis formuliert ein leitender Oberarzt einer Notaufnahme in Suhl einen klaren Appell: «Achten Sie aufeinander. Schauen Sie nach Nachbarinnen oder Nachbarn, die vielleicht krank, älter oder alleine sind», teilte der leitende Oberarzt der Notaufnahme des SRH Zentralklinikums Suhl, Stefan Schreiber, auf Anfrage mit.
In der aktuellen Hitze seien besonders ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, Babys und Kleinkinder sowie Menschen, die im Freien arbeiten, gefährdet. So gehörten etwa pflegebedürftige Menschen, die älter als 80 Jahre sind und ihren Angehörigen plötzlich im Wesen verändert, schläfrig oder verlangsamt vorkommen, zu «typischen» Patienten in solchen Hitzezeiten. Oftmals seien diese von «Exikkose» betroffen, bei der der Körper gefährlich austrocknet. Diese Fälle müssten in der Notaufnahme behandelt werden. «Ihr Zustand bessert sich aber meist rasch.»