Mit einem Hitzeaktionsplan will die Thüringer Landesregierung die Menschen im Land, aber auch Kommunen besser auf die steigende Anzahl heißer Tage vorbereiten. «Es wird wärmer und das müssen alle verstehen und akzeptieren», sagte Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk (SPD). Prävention im eigenen Verhalten sei fundamental. Viele unterschätzten die Wärmeentwicklung beispielsweise in einem Auto oder wie viel ein Mensch im Laufe eines Tages trinken sollte. «Es gibt nicht umsonst ein Trinkprotokoll», sagte Schenk. Ältere Menschen hätten nachweislich ein geringeres Durstempfinden.
Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (BSW) wies darauf hin, dass sich die Zahl der heißen Tage mit mehr als 30 Grad pro Jahr in Thüringen im Flächenmittel verdoppelt habe. Im Zeitraum 1961-1990 habe es im Schnitt vier solche heißen Tage pro Jahr gegeben, zwischen 1995 und 2024 seien es bereits neun gewesen, so Kummer.