Der Automobilzulieferer AE Group schließt seine Standorte im thüringischen Gerstungen und hessischen Nentershausen zum Jahresende. Betroffen sind nach Unternehmensangaben rund 650 Mitarbeiter - davon 549 in Thüringen und 134 in Hessen, teilte das Unternehmen mit. Die AE Group mit Sitz in Gerstungen im thüringischen Wartburgkreis hatte im August vergangenen Jahres Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Der Automobilzulieferer für Aluminiumgussteile hatte die Lage mit einer schwachen Nachfrage in der Branche begründet.
Mehrere Zulieferer in Schieflage
Die gescheiterte Investorensuche zeige, dass sich die Autobranche in einer schwierigen Lage befinde, sagte Insolvenzverwalterin Romy Metzger. «Massiv gestiegene Energie- und Rohstoffpreise», die internationale Unsicherheit und ein aus Investorensicht unvorteilhaftes Umfeld in Deutschland seien ausschlaggebend gewesen.
Nachdem der Autohersteller VW im vergangenen Jahr einen verschärften Sparkurs angekündigt hatte, waren mehrere Autozulieferer in Thüringen in Schieflage geraten. Die Schwester-Gesellschaft der thüringischen AE Group in Polen, die Produktionsgesellschaft «AE Group Polska», hatte im Juni ebenfalls Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb dort wurde nach Firmenangaben bereits eingestellt.
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