Die umfangreichen Arbeiten an einer Bahnbrücke am Schmidtstedter Knoten in Erfurt sollen nach Angaben der Deutschen Bahn auch Hinweise auf mögliche Brückenschäden an anderen vergleichbaren Bauten in Ostdeutschland liefern. Nach dem Ausbau der Brücke würden Teile der Stahlkonstruktion von einem Ingenieurbüro auf etwaige Schäden untersucht, sagte der zuständige Projektleiter der Bahn-Gesellschaft DB InfraGO, Thomas Walter.
Beim Bau dieser Brücke im Jahr 1974 sei Stahl einer bestimmten Charge verwendet worden, die im Verdacht steht, anfällig für bestimmte Korrosionsschäden zu sein. Dieser Stahl sei auch in anderen Brücken im Osten Deutschlands eingebaut worden, unter anderem bei der Carolabrücke in Dresden. Diese Brücke war im September 2024 teilweise eingestürzt.
Die Bahnbrücke am Schmidtstedter Knoten in Erfurt wird in einem Stück mit Hilfe von 16 Pressen um etwa 1,40 Meter angehoben und dann mit Hilfe von zwei Transportmodulen auf eine Behelfskonstruktion bewegt. Dafür wird die Brücke etwa 50 Meter weit gefahren. Sie wiegt nach aktuellen Angaben der Bahn etwa 1.500 Tonnen. Bislang war die Bahn von einem Gewicht von etwa 1.800 Tonnen ausgegangen.