Während sich die meisten Branchen von den Corona-Lockdowns mittlerweile erholt haben, kämpfen Betriebskantinen bis heute mit den Folgen. «Die Branche ist sozusagen ein Kollateral-Schaden der Corona-Pandemie», sagt Dirk Ellinger, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Thüringen. Weil nach den Lockdowns viele Arbeitnehmer im Home-Office geblieben seien, hätten sich Betriebskantinen vielerorts nur deutlich langsamer erholen können, als andere Geschäftsmodelle. Auch einige Anbieter von Kantinen bestätigen diese Entwicklung.
«Man merkt deutlich, dass besonders montags und freitags weniger Mitarbeiter vor Ort sind», berichtet Stefan Wöpke, der in Erfurt unter anderem eine mobile Kantine auf dem Gelände des TV_Kanals Kika in Erfurt betreibt. Auch Thomas Günther, der in Jena-Göschwitz eine Kantine für das Leibniz-Institut unterhält, bestätigt diesen Trend. Für die Anbieter erschwere das die Planung, wie viele Essen vorbereitet werden müssten. Grundsätzlich wirkten sich solche Tage negativ auf die Umsätze aus. Gerade an Standorten außerhalb der Innenstädte mit wenig Laufkundschaft sei dieser Trend stark spürbar.