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Bus statt Bahn zwischen Zwickau und Leipzig: Sperrungen vom 17. August bis 12. Dezember verlängern Fahrzeit

Bus statt Bahn zwischen Zwickau und Leipzig: Sperrungen vom 17. August bis 12. Dezember verlängern Fahrzeit
Bahnreisende auf der S-Bahn-Linie Leipzig-Zwickau müssen in den kommenden Monaten abschnittsweise auf Busse umsteigen. Die Fahrt dauert dann deutlich länger. (Symbolbild) / Foto: Hannes P. Albert/dpa
Von: DieThüringer News
Seit Jahren wird an der Bahnstrecke Leipzig-Zwickau gebaut und verlangt Bahnreisenden viel ab. Nun steht eine weitere Sperrung an - und das für mehrere Monate.

Bus statt Bahn: Zugreisende zwischen Zwickau und Leipzig müssen in den kommenden Wochen und Monaten mehr Zeit einplanen und teilweise auf Busse umsteigen. Grund sind Streckensperrungen vom 17. August bis 12. Dezember, um Bauarbeiten rund um den Bahnknoten Gößnitz sowie am Bahnhof Werdau zu bündeln, wie die Deutsche Bahn informierte. Allein auf dem Abschnitt Zwickau-Altenburg verlängert sich den Angaben zufolge dadurch die Fahrtzeit von aktuell 35 bis 44 Minuten auf dann rund eineinhalb Stunden. 

Hintergrund ist der Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale, die sich auf 288 Kilometern von Dresden und Leipzig nach Süddeutschland erstreckt. Dort sollen künftig Züge mit bis zu Tempo 160 fahren und die Trasse auch stärker für den überregionalen Güterverkehr von den Seehäfen gen Süden genutzt werden. Allein in den Abschnitt Gößnitz-Crimmitschau werden den Angaben zufolge rund 330 Millionen Euro investiert. Wegen Engpässen bei Fachpersonal und Materialien wird sich die Fertigstellung aber um etwa ein Jahr verzögern, hieß es. Ursprünglich sollten die Arbeiten noch dieses Jahr enden.

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Umfangreiche Arbeiten an Gleisen, Weichen und Brücken

«Hier bleibt kein Stein auf dem anderen, um eine zukunftsfähige Infrastruktur herzustellen», sagte Jan Hornig von der DB Infrago. Während der Zugverkehr bis Mitte Dezember auf dem Abschnitt ruht, sollen Gleise und Weichen erneuert, an Oberleitungen gearbeitet, Brücken eingeschoben und Stützwände gesetzt werden. Zeitgleich finden Bauarbeiten am Bahnhof Werdau statt. Dort werden Überholgleise für Güterzüge auf 750 Meter verlängert sowie Weichen und Signalanlagen erneuert. Damit wird auch die Voraussetzung geschaffen, dass mit dem Fahrplanwechsel Bahnreisende künftig ohne Umsteigen von Plauen bis Leipzig fahren können. 

In den Ersatzbussen könnten Fahrradfahrer mitunter das Nachsehen haben. «Ich empfehle, das Fahrrad nicht mitzunehmen», sagte Leonhard Novak, Netzmanager S-Bahn Mitteldeutschland auf Nachfrage. Die Kapazität in den Bussen sei begrenzt und Vorrang hätten Rollstuhlfahrer. Wegen der Sperrung des Knotens Gößnitz gibt es in dem Zeitraum auch Behinderungen für Bahnreisende auf der Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen Chemnitz und Gera. Zwischen Glauchau und Schmölln wird es Ersatz durch Busse geben. 

Züge künftig schneller von Zwickau nach Leipzig

Schon jetzt ist klar, dass es nach fast vier Monaten Sperrpause im kommenden Jahr weitere Beeinträchtigungen geben wird. Zwischen August und Oktober werde es dann eine erneute Sperrung geben, kündigte Hornig an. Dafür werden Bahnfahrer nach Abschluss der Bauarbeiten dann schneller zwischen Zwickau und Leipzig unterwegs sein. Ziel sei eine Fahrtzeit von dann unter einer Stunde im Expresszug, hieß es.

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