Bei der Energiewende in Gebäuden hinken die Haushalte in Thüringen im Bundesvergleich hinterher. Während bundesweit etwa 30 Prozent bereits eine der einschlägigen Technologien der Energiewende benutzten, waren es in Thüringen 25 Prozent. Das geht aus dem in Frankfurt veröffentlichten «Energiewendebarometer» der staatlichen KfW-Bank hervor. Etwa 53 Prozent der Befragten äußerte, dass sie sich künftig eine Nutzung derartiger Technologien vorstellen könnten (Bundesschnitt: 55 Prozent).
Vorbehalte gegenüber der Wärmepumpe
Der Analyse zufolge nutzten in den vergangenen beiden Jahren 3 Prozent der Thüringer Haushalte Wärmepumpen, bundesweit waren es 6 Prozent. Von den übrigen konnten sich 27 Prozent eine künftige Nutzung vorstellen. Bundesweit waren 37 Prozent offen dafür. Photovoltaikanlagen wurden von 11 Prozent der Thüringer Haushalte genutzt. Damit lag der Freistaat unter dem Bundesschnitt von 13 Prozent.
Die Befragung mit mehr als 6000 Teilnehmern hat auch deutliche regionale Unterschiede aufgezeigt. So gibt es in Süddeutschland (41 Prozent) deutlich mehr Energiewendehaushalte als in Ostdeutschland (24 Prozent). Die Zahlen steigen aber in allen Landesteilen an. In den Großstädten ist der Anteil der Teilnehmer an der Energiewende am geringsten. Hier gibt es viele Mieter und weniger Hauseigentümer als auf dem Land. Die Menschen in der Stadt sind daher häufiger auf die Zustimmung der Vermieter oder Miteigentümer angewiesen.
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten