Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John hat die jüngsten Zoll-Ankündigungen der USA kritisiert. «Die US-Zollpolitik bleibt eine Wundertüte», die immer neue Fragen aufwerfe, erklärte die CDU-Politikerin auf Anfrage in Erfurt. Eine unmittelbare Verschlechterung der Handelsbeziehungen erwartet Boos-John jedoch nicht. Die USA gehören seit Jahren zu den wichtigsten Handelspartnern der Thüringer Wirtschaft.
Für Unternehmen, die langfristig investieren und Arbeitsplätze sichern wollten, sei die ständige Unsicherheit über die US-Zölle Gift, so die Ministerin. Sie hätten auch Auswirkungen auf internationale Lieferketten. Sie gehe jedoch davon aus, dass das Zollabkommen zwischen der EU und den USA eingehalten werde.