Die Familienunternehmen in Deutschland haben die Thüringer Landesregierung aufgefordert, sich auf Bundesebene gegen verschärfte Regeln bei der Erbschaftsteuer einzusetzen. «Den Familienunternehmen geht es nicht gut», sagte der Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen und Politik, David Deißner, in Erfurt. Deutschland habe im internationalen Vergleich zu hohe Steuersätze. Hinzu komme eine «völlig falsche Diskussion» auf Bundesebene über eine Reform der Erbschaftsteuer. «Die Wachstumsmärkte liegen anderswo in der Welt, nicht mehr in Deutschland, das besorgt uns sehr», sagte Deißner.
Nach Angaben der Stiftung sind 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland in der Hand von Familien – in Thüringen sind es sogar 92 Prozent. In einer Studie der Stiftung zu den Rahmenbedingungen für Familienunternehmen in den verschiedenen Bundesländern liegt Thüringen derzeit auf Platz acht. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) sagte, er sei sich sicher, dass Thüringen in der nächsten Ausgabe dieser Studie einen großen Sprung nach vorn gemacht haben werde. «Wir wollen unter die ersten drei Plätze.»