Die Motorradsaison ist noch sehr jung – und schon sind in Thüringen schwere Biker-Unfälle zu verzeichnen. In diesem Jahr sind im Freistaat bereits drei Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen getötet und drei weitere schwer verletzt worden, wie die Polizei mitteilte. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren 17 Motorrad- oder Mopedfahrer im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Überhöhte Geschwindigkeit und ungenügender Sicherheitsabstand seien die häufigsten Hauptunfallursachen, so die Polizei.
Nach Angaben der Dekra verunglücken Biker – bezogen auf den Fahrzeugbestand – doppelt so häufig wie Autofahrer. Das Risiko eines tödlichen Unfalls sei auf dem Motorrad viermal so hoch wie im Auto. Dem höchsten Unfallrisiko seien junge Biker unter 35 Jahren ausgesetzt, teilte der Leiter der Dekra-Niederlassung Erfurt, Mario Lindner, unter Berufung auf Unfallstatistiken mit.
Polizei und Kraftfahrzeugüberwachungsverein mahnen Biker angesichts der Risiken, die Saison ruhig angehen zu lassen und bei den ersten Touren auf einen defensiven Fahrstil zu setzen. Wichtig sei zudem eine sorgfältige technische Vorbereitung auf die Saison.