Das Geschäft des Spezialglasherstellers Schott mit Wurzeln in Jena ist im Wandel. Geschäftsfelder wie Kochfelder aus Glas bereiten Sorgen, neue wachsen und rücken in den Fokus wie spezielles Glas für Datenbrillen oder Produkte für die Halbleiterindustrie.
Bislang sei Schott das einzige Unternehmen weltweit, das das hochkomplex herzustellende Spezialglas für smarte Brillen, sogenannte Augmented-Reality-Brillen (AR-Brillen), in großem Maßstab produzieren könne, betonte Schott-Vorstandschef Torsten Derr. Man schätze den Wissensvorsprung gegenüber Wettbewerbern etwa aus China auf zwei bis drei Jahre.
Am Gründungsort in Jena beschäftigt der Spezialglashersteller rund 500 Mitarbeiter. 2025 wurden in der Thüringer Universitätsstadt nach eigenen Angaben rund 15 Millionen Euro investiert - unter anderem in neue Anlagen für die Herstellung von Glas für die Halbleiterindustrie. Schott gehört zu den Traditionsunternehmen in Thüringen. Das Unternehmen, das heute seinen Hauptsitz in Mainz hat, war 1884 in Jena gegründet worden.