Trotz des Verschwindens so mancher Innenstadtgeschäfte in Thüringen sowie der Konkurrenz durch den Onlinehandel bleiben die verkaufsoffenen Sonntage im Advent für den Einzelhandel wichtig. «Einkaufen hat ja auch etwas mit Erlebnis zu tun», sagte der Landesgeschäftsführer des Handelsverbandes HDE, Knut Bernsen, auf Anfrage. Gerade in der netten Atmosphäre von Weihnachtsmärkten sei das gemeinsame Bummeln, Aussuchen und Kaufen ein anderes Erlebnis als Bildschirm-Shopping. In mehreren Thüringer Städten öffnen am ersten Advent die Geschäfte zum vorweihnachtlichen Einkauf.
Händler hoffen auf kauffreudige Kunden
Im Weihnachtsgeschäft hofft der Handelsverband auf eine Aufhellung des Konsumklimas – trotz gestiegener Preise auch bei zum Fest viel konsumierten Produkten wie Schokolade und Kaffee. Bernsen verwies auf Tarifabschlüsse, die zu höheren Löhnen und Gehältern geführt hätten.
Laut einer bundesweiten YouGov-Umfrage im Auftrag des HDE planen die Menschen in diesem Jahr im Schnitt 263 Euro für Weihnachtsgeschenke ein - rund 34 Euro weniger als im Vorjahr. 21 Prozent wollen deutlich oder etwas weniger ausgeben, 10 Prozent mehr, 54 Prozent gleich viel.
Die Weihnachtszeit ist für viele Händler die umsatzstärkste Zeit des Jahres, etwa in Buchhandlungen oder Spielwarengeschäften wird laut Handelsverband ein Viertel des Jahresumsatzes in der Weihnachtszeit gemacht.
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