Inflationsrate in Thüringen sinkt unter 3 Prozent
Die Inflationsrate in Thüringen ist nach mehreren Monaten wieder unter 3 Prozent gesunken. Wie das Statistische Landesamt in Erfurt mitteilte, fiel die jährliche Teuerungsrate im Oktober auf 2,9 Prozent. Einen Monat zuvor hatte die Inflationsrate noch 3,4 Prozent betragen. Deutschlandweit hatte zuletzt der seit Oktober geltende «Tankrabatt» die Teuerung gedrückt. Die gesenkte Energiesteuer auf Benzin und Diesel gilt aber nur bis Jahresende. Das Risiko von Preisanstiegen bleibt zudem hoch. Energieprodukte verteuerten sich seit Monaten kontinuierlich und seien daher auch im Oktober der größte Inflationstreiber, hieß es von den Statistikern. Heizöl und Kraftstoffe waren im Jahresvergleich den Angaben nach um 35,0 Prozent teurer. Für Heizöl einschließlich Betriebskosten mussten Verbraucher 60,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor berappen. Im Vergleich zum Monat zuvor wurde Heizöl durchschnittlich um weitere 3,0 Prozent teurer. Ohne Heizöl und Kraftstoffe läge die Inflationsrate im Oktober nur bei 1,8 Prozent. Die Verbraucher mussten jedoch im Vergleich zu Oktober 2025 laut den Statistikern weniger für Nahrungsmittel sowie alkoholfreie Getränke zahlen - die Preise gaben um 0,3 Prozent nach. Deutlich günstiger waren demnach einige Molkereiprodukte - etwa Milch mit einem Rückgang um 10,4 Prozent. Frisches Gemüse, einschließlich Kartoffeln, verteuerte sich hingegen durchschnittlich um 14,2 Prozent. Zum Vormonat gaben die Verbraucherpreise in Thüringen um 0,2 Prozent leicht nach. Die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe sanken im Monatsvergleich um 2,6 Prozent. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenNahrungsmittel waren günstiger