Der Jenaer Softwareanbieter Intershop steht nach einem schwachen ersten Halbjahr erneut vor Einschnitten bei Kosten und Personal. Stellenabbau sei vor allem im Servicebereich geplant, der zunehmend von Partnern übernommen werde, sagte der Vorstandsvorsitzende der börsennotierten Intershop AG, Markus Klahn, bei der Vorlage der Halbjahrs-Ergebnisse in Jena. Zahlen könne er nicht nennen, Gespräche mit dem Betriebsrat liefen noch. Derzeit beschäftige das Unternehmen knapp 260 Arbeitnehmer.
«Das zweite Quartal ist richtig bescheiden gelaufen», sagte Klahn der Deutschen Presse-Agentur. Intershop leide unter der Investitionszurückhaltung von Unternehmen, die über die Programme aus Jena ihr Internet-Geschäft untereinander abwickeln können. «Viele potenzielle Kunden sind durch die Zollpolitik der USA stark verunsichert.» Zudem konnte ein Großprojekt den Angaben zufolge nicht wie geplant abgeschlossen werden. «Das tut uns weh.» Das habe zusätzliche Aufwendungen zur Folge, begründete Klahn die Minuszeichen bei Umsatz und Ertrag in der Zwischenbilanz.