Thüringen will laut Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) die Handelsbeziehungen zu Japan in den kommenden Jahren deutlich ausweiten. Das ostasiatische Land biete als traditioneller und verlässlicher Partner große Chancen für die Thüringer Wirtschaft und Forschung, zeigte sich Tiefensee nach Abschluss einer einwöchigen Delegationsreise überzeugt. Das Land verfüge über eine hohe Innovationsfähigkeit, eine technologieaffine Bevölkerung, stabile Investitionsbedingungen und eine hervorragende Infrastruktur. «Bei einer Gesamtabwägung bietet Japan vermutlich die besten Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen in der gesamten Region Ostasien», erklärte der Minister.
Die mehr als 40 Teilnehmer umfassende Delegation aus Vertretern von Thüringer Unternehmen und Hochschulen war seit dem 20. April in der Kansai-Region mit den Städten Osaka, Kobe und Kyoto sowie in Tokio unterwegs und sollte am Samstag wieder in Deutschland landen. Neben verschiedenen Investorenmeetings und Standortpräsentationen habe auch eine Reihe konkreter Projekte vereinbart werden können, hieß es. So sei etwa die Friedrich-Schiller-Universität in Jena offiziell als Unterstützerin in das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus Tokio aufgenommen worden und könne damit bei Kontaktanbahnung und Veranstaltungen künftig auf diese exklusive Unterstützerplattform für deutsche Hochschulen in Japan zurückgreifen.