Mittelständische Unternehmen in Thüringen haben die Aussicht auf eine öffentliche Finanzspritze aus Beteiligungskapital des Landes. Ein entsprechend angekündigter Fonds mit einem Umfang von zunächst 20 Millionen Euro soll voraussichtlich ab Sommer zur Verfügung stehen, wie Wirtschaftsministerin Colette Boos-John angekündigte. Der Strukturwandel in vielen Branchen, eine konjunkturelle Anspannung und auf dem Markt mit Sorge betrachtete geopolitische Themen zeigten, «dass wir ein Stück weit Sicherheit geben müssen mit solchen Unterstützungen», so Boos-John.
Die Corona-Jahre seien bei vielen Unternehmen an die Substanz gegangen, sie hätten etwa Eigenkapital aufgebraucht, so die CDU-Ministerin. Mit mehr Eigenkapital hätten Unternehmen aber etwa bessere Chance an Kredite für Investitionen zu gelangen. Dazu komme, dass Unternehmen gerade in Ostdeutschland häufig einen geringeren Eigenkapitalstock hätten und der Private-Equity-Markt in Ostdeutschland «ein Stück weit unterentwickelt» sei. Private Equity meint Beteiligungskapitals, das in Unternehmen investiert wird, die nicht an der Börse gelistet sind.