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Kostenbremse bei Intershop zeigt Wirkung

Kostenbremse bei Intershop zeigt Wirkung
Vorstand der Jenaer Intershop AG legt Geschäftszahlen vor (Illustration). / Foto: Bodo Schackow/dpa
Die wirtschaftliche Situation des Jenaer Software-Unternehmens Intershop stabilisiert sich. Noch investieren Unternehmen aber weniger in ihren Internet-Handel - zeigen die Geschäftszahlen.

Der Intershop-Vorstand hat die Kosten zurückgedreht und Stellen abgebaut - damit ist der Softwareanbieter beim operativen Ergebnis aus den roten Zahlen gekommen. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) trotz Umsatzrückgangs mit 200.000 Euro leicht im Plus, wie das Unternehmen in Jena mitteilte. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Minus von 1,4 Millionen Euro in den Büchern. Das Ergebnis nach Steuern war nahezu ausgeglichen.

Bis Ende September erwirtschaftete Intershop einen Umsatz von 23,4 Millionen Euro nach 25,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Kosten seien um 13 Prozent zurückgefahren worden. «Unsere konsequente Kostendisziplin wirkt, wir haben erneut ein positives Ebit erzielt und liegen auf Kurs zu unseren Zielen für das Gesamtjahr», erklärte Vorstandschef Markus Dränert. Den Umsatzrückgang begründete er mit der anhaltenden Investitionszurückhaltung in der Wirtschaft. «Es bleibt herausfordernd», so der Vorstandschef. 

Mehr Aufträge für Miet-Software

Intershop hatte im vergangenen Jahr seine Mitarbeiterzahl um 40 auf etwa 220 verringert - durch Kündigungen oder den Verzicht auf die Nachbesetzung offener Stellen. Die Zahl der Beschäftigten ist nach Vorstandsangaben in diesem Jahr stabil. Das börsennotierte Unternehmen ist auf Programme spezialisiert, mit denen Unternehmen untereinander ihren Internethandel abwickeln können. 

Seit einigen Jahren konzentriert sich das Jenaer Unternehmen auf Miet-Software für Kunden - sogenannte Cloud-Lösungen, die zunehmend Funktionen mit künstlicher Intelligenz (KI) anbieten. «Wir unterstützen unsere Kunden mit KI-Agenten und -Copiloten», so Dränert. Bei Miet-Software stieg der Umsatz seit Jahresbeginn leicht um zwei Prozent auf 15,7 Millionen Euro. Der Auftragseingang in diesem Bereich zeigte nach drei Quartalen einen positiven Trend: Er lag um 29 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. 

Für 2026 insgesamt rechnet der Vorstand mit einem Umsatzrückgang und einem ausgeglichenen Ebit. Intershop gehörte in den 1990er Jahren zu den ostdeutschen Software-Pionieren, die den Handel im Internet ermöglichten.

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