Sie kann Bilder erkennen oder alte Schriften entziffern: Künstliche Intelligenz (KI) ist auch für die Archive in Deutschland ein Thema. «Im Moment wird das eher noch in den größeren Archivverwaltungen, in den Landesarchiven und im Bundesarchiv angewandt», sagte der Vorsitzende des Verbands deutscher Archivarinnen und Archivare, Ralf Jacob, vor dem Deutschen Archivtag im thüringischen Suhl. Aber auch für kleinere Häuser gebe es Anwendungsmöglichkeiten.
Eine Gefahr für den Berufsstand des Archivars sieht Jacob aber nicht: «Ich verstehe KI als ein Werkzeug, das uns zur Seite gestellt wird.» Sie könne etwa eine erste Bewertung vornehmen, welche Unterlagen in ein Archiv übernommen werden könnten. Die abschließende Beurteilung liege aber immer beim Archivar.