Der neue Medienrat als Kontrollinstanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist in Weimar erstmals zusammengetreten. Sechs Expertinnen und Experten sollen künftig regelmäßig das Angebot von ARD, ZDF und Deutschlandradio bewerten. «Wir waren uns schnell einig, dass das staatsfern geschehen muss», sagte die Koordinatorin der Rundfunkkommission, Heike Raab. Das dürfe nicht in den Staatskanzleien diskutiert werden, so die Staatssekretärin aus Rheinland-Pfalz.
Das Gremium war mit dem Reformstaatsvertrag zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk geschaffen worden. Es gehe mit dem Vertrag um die Sicherung der Unabhängigkeit und Freiheit der Medien, so Raab. ARD, ZDF und Deutschlandradio benannten vier Expertinnen und Experten für den Medienrat, zwei weitere wurden durch die Bundesländer eingesetzt. Die Geschäftsstelle ist an der Bauhaus-Universität Weimar angesiedelt.